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EFRE-Projekt „Standortstärkung Hotellerie und Gastronomie“
(01.10.2005 – 31.12.2006)
oder wie es zum Slogan kam
„Charlottenburg-Wilmersdorf. Im Herzen Berlins … mehr als
Kurfürstendamm“
Hintergrund
Den Bezirk
Charlottenburg-Wilmersdorf prägen die Branchen
Gastronomie, Beherbergungsgewerbe und Einzelhandel und geben
dem Wirtschaftsstandort ein Gesicht. Traditionell kommen
Besucher/innen und Gäste nach Charlottenburg-Wilmersdorf zum
Shopping, zum Übernachten, um das facettenreiche gastronomische
Angebot zu nutzen, um Sehenswürdigkeiten, kulturelle Angebote,
die Messe Berlin und Universitäten aufzusuchen.
Der Bezirk ist gleichermaßen interessant für Berliner/innen wie
für Gäste aus dem Umland, aus allen Bundesländern und Nationen.
Charlottenburg-Wilmersdorf gilt nach wie vor als attraktiver
Anlaufpunkt für Berlinbesuche, was
aktuelle Frequenzberichte
belegen.
Zu den Anziehungspunkten zählen an erster Stelle der
Kurfürstendamm mit seinen besonders profilierten Seitenstraßen,
gefolgt vom Messestandort, dem Schloss Charlottenburg sowie
Museen und Sehenswürdigkeiten. Im Jahr 2006 ist der Bezirk mit
dem Olympiastadion der Austragungsort der
Fußballweltmeisterschaft in Berlin.
Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg
(HBB), Nils Busch-Petersen, verwies darauf, dass jeder Tourist
durchschnittlich ca. 40 € pro Tag im Einzelhandel in der Stadt
ausgibt. Da sich in der City West – wie an keinem anderen
Standort – Einzelhandel, Übernachtungsgewerbe und Gastronomie
konzentrieren, bedeutet jede Maßnahme zur Steigerung der
Übernachtungszahlen ein Umsatzzuwachs für Hotellerie und
Gastronomie, gleichzeitig aber auch höhere Einnahmen für
Einzelhandel und Dienstleistungsbereiche, also den Standort
insgesamt.
Vor dem Hintergrund vergleichsweise geringer Zuwachszahlen in
kleinen Hotels und Pensionen des Bezirks, entschied sich die
Wirtschaftsförderung 2005 zur Durchführung von Maßnahmen zur
Standortstärkung für das Beherbergungsgewerbe und die
Gastronomie.
Eine große Anzahl von Hotels und Pensionen liegt in
unmittelbarer Nähe des Kurfürstendamms - und zwar über die
gesamten Länge des Boulevards, gefolgt von einer berlinweit
einzigartigen Dichte in seinen Seitenstraßen bis tief in den
Bezirk hinein. Eine weitere Verdichtung ist rund um den
Messestandort, in Westend zu verzeichnen, gefolgt von dichteren
Ansiedlungen in Stadtteilzentren und Einkaufsstraßen, wie z.B.
Wilmersdorfer Straße, Uhlandstraße mit Ludwig-Kirch-Platz.
Insgesamt sind die Hotels und Pensionen des Bezirks sehr gut
erreichbar, eingebettet in eine gute Infrastruktur und Teil
einer traditionell gewachsenen Struktur. Shopping, Gastronomie
und Sehenswürdigkeiten befinden sich in unmittelbarer Nähe
zueinander.
Die Pensionen des Bezirks, in einer für Berlin einzigartigen
Konzentration, bieten Übernachtungsgästen ein ungewöhnliches
und teilweise einmaliges Angebot. Dazu zählen beispielsweise
Zimmer in hochherrschaftlichen Berliner Altbauten, in Wohnungen
und Gebäuden mit Stadtgeschichte. Gäste können sich an Orten
einquartieren, an denen Künstler, Wissenschaftler oder
Berühmtheiten der Stadt verkehrten und lebten, wie z.B. Asta
Nielsen oder Erich Kästner.
Das Spektrum im Übernachtungsgewerbe ebenso wie in der
Gastronomie reicht von exklusiv und hochklassig bis einfach,
von besonders ausgefallen bis gutbürgerlich.
Recherchen und Gespräche mit Vertreter/innen der Branchen
machten deutlich, es fehlte ein Regionalmarketingkonzept und
eine systematische Darbietung von Standortinformationen für
Gäste und Mitarbeiter/innen der Tourismusbranche gleichermaßen
als Ausdruck besonderer Serviceorientierung. Dabei sollte
vorrangig Sehens- und Erlebniswertes in unmittelbarer Umgebung
der Unterkunft oder der Region überschaubar dargeboten werden. |